Almarte Stiftung – Tätigkeitsbericht für 2025
Das Jahr 2025 markierte das erste Jahr der Aktivitäten der Almarte Stiftung. Die Stiftung wurde im Mai 2025 offiziell gegründet und begann in der zweiten Jahreshälfte mit ihren operativen Aktivitäten. Diese Anfangsphase konzentrierte sich hauptsächlich auf den Aufbau organisatorischer Strukturen, die Entwicklung operativer Systeme und die Schaffung eines langfristigen Modells, das in der Lage ist, die satzungsgemäßen und sozialen Ziele der Stiftung nachhaltig zu unterstützen.
Die umfassendere Vision der Almarte Stiftung ist es, regenerative Landwirtschaft, ökologische Bildung, interkulturellen Austausch, bewusstes Gemeinschaftswachstum und nachhaltige Lebensmittelsysteme zu unterstützen. Durch eine Kombination aus Bildungsinitiativen, Gemeinschaftsaktivitäten und verantwortungsbewussten kommerziellen Betrieben zielt die Stiftung darauf ab, zur langfristigen ökologischen und sozialen Regeneration beizutragen.
Aufbau einer nachhaltigen Wertschöpfungskette rund um Kakao
Der Haupttätigkeitsbereich im Jahr 2025 war die Entwicklung einer nachhaltigen Wertschöpfungskette für Kakao aus der Dominikanischen Republik.
Der Kakao wird auf einem regenerativen Bauernhof in der Region Majagual angebaut, der über viele Jahre von Günther Schichl, Mitbegründer der Almarte Stiftung, entwickelt wurde.
In den letzten Jahren wurde ehemaliges Weideland schrittweise in ein vielfältiges Agroforst- und Permakultur-Ökosystem umgewandelt, das Tausende von Kakaobäumen sowie viele tropische Pflanzenarten enthält.
Im Jahr 2025 initiierte die Stiftung Kooperationen mit Partnern in der Dominikanischen Republik und Österreich, um Kakao zu verarbeiten und kakao-basierte Produkte über Großhandel (B2B) und Direktvertrieb (B2C) auf den europäischen Markt einzuführen.
Diese Aktivitäten sollten eine stabile wirtschaftliche Grundlage schaffen, die die zukünftigen sozialen, bildungsbezogenen und ökologischen Initiativen der Organisation unterstützen kann.
Einrichtung lokaler Betriebe in der Dominikanischen Republik
Im Jahr 2025 begann die Almarte-Stiftung auch mit dem Prozess zur Einrichtung einer lokalen Betriebsstruktur in der Dominikanischen Republik, um die langfristige Umsetzung ihrer Aktivitäten vor Ort zu unterstützen.
Im Rahmen dieses Prozesses entschied die Leitung der Stiftung, eine lokale Einheit, Almarte S.R.L., in der Dominikanischen Republik zu gründen. Eine lokale Rechtsanwaltskanzlei wurde beauftragt, den Gründungsprozess durchzuführen und die rechtliche sowie operative Einrichtung der Organisation im Land zu unterstützen.
Zweck dieser lokalen Struktur ist es, der Stiftung und ihren Partnern zu ermöglichen, die lokalen Betriebe im Zusammenhang mit der Farm, landwirtschaftlichen Aktivitäten, Bildungsprogrammen und zukünftigen regenerativen Entwicklungsprojekten effektiver zu verwalten.
Mittelfristig und langfristig soll die lokale Struktur die langfristige Pflege, regenerative Entwicklung und operative Verwaltung der Farm und des umliegenden Ökosystems in der Dominikanischen Republik unterstützen.
Dies umfasst die Unterstützung nachhaltiger Landwirtschaft, Bildungsinitiativen, Gemeinschaftsprojekte und regenerative Landbewirtschaftung.
Die Etablierung einer lokalen Präsenz wird als wichtiger strategischer Schritt zur Schaffung langfristiger Stabilität, Transparenz und operativer Kapazität für die Aktivitäten der Stiftung in der Region angesehen.
Finanzergebnis und Entwicklungsphase
Aufgrund der frühen Entwicklungsphase und der erforderlichen erheblichen Investitionen in Organisation, Verwaltung und Infrastruktur hat die Stiftung im Jahr 2025 noch keine vollständige finanzielle Nachhaltigkeit erreicht.
Die Stiftung befindet sich weiterhin in einer frühen Entwicklungs- und Infrastrukturaufbauphase.
Die Stiftung schloss das Jahr mit einem Verlust von etwa 7.500 EUR, der hauptsächlich mit Gründungskosten, operativer Entwicklung und der Vorbereitung langfristiger Initiativen verbunden war, die für eine Organisation in der frühen Phase typisch sind.
Das strategische Ziel für 2026 ist es, operative Rentabilität zu erreichen und Ressourcen zu generieren, die eine aktive Finanzierung der satzungsgemäßen Ziele der Stiftung ermöglichen.
Erste Bildungs- und Gemeinschaftsveranstaltung auf der Farm
Trotz der frühen Entwicklungsphase hat die Stiftung auch ihre ersten sozialen und Bildungsaktivitäten gestartet.
Am 20. Dezember 2025 organisierte die Almarte-Stiftung ihre erste offizielle offene Gemeinschaftsveranstaltung auf der Farm in der Dominikanischen Republik. Die Teilnehmer konnten sich kostenlos über die Website der Stiftung anmelden.
Die Veranstaltung kombinierte Bildungs-, ökologische und gemeinschaftsorientierte Aktivitäten. Die Teilnehmer nahmen an praktischen Arbeiten zur Bodenregeneration und nachhaltigen Landbewirtschaftung teil.
Insbesondere umfassten die Aktivitäten das Beschneiden von Vegetation und die Wiederintroduktion von organischem Pflanzenmaterial in den Boden, um ihn auf natürliche Weise anzureichern und die Wachstumsbedingungen für Kakaobäume zu verbessern – insbesondere in Gebieten mit felsigem Terrain.
Bildung, Permakultur und Gemeinschaftsbildung
Das Programm umfasste auch Bildungssitzungen, die sich auf Folgendes konzentrierten:
- Permakultur,
- regenerative Landwirtschaft,
- Kakaokultivierung,
- nachhaltiges Management tropischer Ökosysteme.
Ein wichtiger Aspekt des Treffens war der Aufbau von Gemeinschaft und reflektierende Praktiken wie:
- Meditationssitzungen,
- Gruppenreflexionen,
- kakaobasierte kulturelle Erfahrungen,
- gemeinsame Integrationsaktivitäten.
Die Absicht der Veranstaltung war es nicht nur, Wissen zu teilen, sondern auch Raum für bedeutungsvolle menschliche Verbindungen, Zusammenarbeit und bewusstes Engagement mit der Natur zu schaffen.
Explorative Demonstrationen der Pflanzenbioakustik
An der Veranstaltung nahm auch eine Mitarbeiterin teil, die als „Mama Cacao“ bekannt ist und mit dem Damanhur-Ecovillage-Projekt arbeitet, das Teil des Global Ecovillage Network ist.
Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurden die Teilnehmer in experimentelle Technologien eingeführt, die in der Lage sind, Pflanzenfrequenzen und bioelektrische Aktivitäten in Klang umzuwandeln.
Erste explorative Demonstrationen zu Kakaopflanzen wurden auf der Farm im Rahmen des Bildungsprogramms durchgeführt. Diese Aktivitäten zielten darauf ab, Neugier, ökologisches Bewusstsein und eine breitere Reflexion über die Beziehung zwischen Menschen, Pflanzen und natürlichen Ökosystemen zu fördern.
Integration mit der lokalen Gemeinschaft
Ein wichtiges Element der Veranstaltung war die Zusammenarbeit und Integration mit der lokalen Gemeinschaft der Majagual-Region.
Gemeinsame Mahlzeiten wurden unter Verwendung lokaler Zutaten organisiert, die direkt vom Bauernhof geerntet wurden, einschließlich Produkte wie:
- Yuca,
- Kartoffeln,
- Tomaten,
- lokale tropische Früchte.
Diese Aktivitäten zielten darauf ab, soziale Beziehungen zu stärken, interkulturellen Austausch zu fördern und die lokale nachhaltige Lebensmittelproduktion zu unterstützen.
Richtung für 2026
Die ersten Initiativen, die im Jahr 2025 umgesetzt wurden, bilden die Grundlage für ein breiteres Programm von Aktivitäten, das für 2026 geplant ist.
Geplante zukünftige Aktivitäten umfassen:
- regelmäßige Bildungsbesuche auf dem Bauernhof,
- Workshops, die sich auf regenerative Landwirtschaft und Permakultur konzentrieren,
- Freiwilligenprogramme,
- Erweiterung der internationalen Gemeinschaft rund um das Projekt,
- weitere Entwicklung von kommerziellen Aktivitäten zur Unterstützung des satzungsgemäßen Auftrags der Stiftung.
Darüber hinaus plant die Stiftung, ihre operative Präsenz in der Dominikanischen Republik weiter zu stärken und Partnerschaften im Bereich regenerative Landwirtschaft, nachhaltige Lebensmittelsysteme, Bildung und bewusste Gemeinschaftsentwicklung weiter auszubauen.
Einschluss in das Global Ecovillage Network
Im Jahr 2025 wurde die Almarte-Stiftung offiziell auf der globalen Karte der Ökodörfer und regenerativen Projekte, die vom Global Ecovillage Network gepflegt wird, aufgenommen.
Das Projektprofil ist hier zu finden: